Die Zukunft lässt sich nur schwer vorhersagen. Deshalb planen Führungskräfte und bereiten ihre Unternehmen so gut sie können auf das Unbekannte vor. Deshalb entwickeln und optimieren Sie Ihre digitale Strategie. Und deshalb automatisieren Sie.

Speed-to-Value ist eine wichtige Leistungskennzahl (KPI) für viele Automatisierungsinitiativen, denn während der Automatisierungsreise ist es verlockend auf schnelle Erfolge zu setzen und diese einzustreichen. Eine Möglichkeit für den schnellen Erfolg ist die robotergesteuerte Desktop-Automatisierung (RDA).

Diese Art der beaufsichtigten Automatisierung ist in der Regel sehr schnell betriebsbereit und wird häufig mit einer echten robotergesteuerten Prozessautomatisierung (RPA) für Unternehmen verwechselt. RDA besitzt jedoch inhärente Schwachstellen – insbesondere in den Bereichen Agilität, Sicherheit und Compliance – und ist nicht zukunftssicher.

Um sicherzustellen, dass die Grundlage der Technologie, die Sie heute entwickeln, die technologiegetriebenen Ziele Ihres Unternehmens von morgen unterstützt und ermöglicht, sollten Sie zunächst darauf achten, dass diese Grundlage nachhaltig ist. Die von Ihnen gewählte RPA-Plattform sollte in der Lage sein, nahtlose und sichere Verbindungen zwischen neuen und älteren Technologien, Prozessen und den Personen, die sie verwalten, zu ermöglichen – heute und in Zukunft.

Dass unterstützte Automatisierungswerkzeuge – d. h. alle, die wie RDA Unterstützung bei der Bedienung benötigen – mehr Wert bringen, weil diese Tools den Wert schneller realisieren, ist wohl das größte Missverständnis. Zudem dauert die Implementierung und Bereitstellung einer strategisch aufgebauten digitalen Arbeitskraft länger als das Aufzeichnen eines Skripts – allerdings überdauert die digitale Arbeitskraft das Skript. Und zwar immer.

Wenn es zu Änderungen kommt, sei es am Prozessablauf, den Anmeldeinformationen für die Verwaltung eines Prozessschrittes verantwortlicher Personen oder auch an der Schnittstelle einer Drittanbieter-Website, die Sie in einem Prozess verwenden, werden RDA-Skripte sofort obsolet. Sicher lassen sich die Prozesse, aus denen sie aufgebaut sind, schnell wieder aufzeichnen, aber wenn man die Anzahl der möglichen Änderungen berücksichtigt und die Anzahl der Roboter, die an diesem Prozess arbeiten, und dann die Anzahl der Aufgaben, die diese Roboter jede Stunde erledigt haben, hinzunimmt, wird deutlich, wie instabil die Infrastruktur ist. Sie ist nicht nachhaltig. Zumindest nicht autonom.

RPA (autonome Automatisierung) der Enterprise-Klasse unterscheidet sich von RDA (beaufsichtigte Automatisierung) dadurch, dass die digitalen Mitarbeiter vorprogrammiert sind, um die Arbeit ohne menschliche Interaktion oder Intervention zu erledigen – auch bei unerwarteten Abweichungen. Sie sind in der Lage, zu lernen, Probleme zu lösen und mit den erweiterten Systemen, Prozessen und Menschen zusammenzuarbeiten – ohne die Compliance zu beeinträchtigen.

Und das ist ein wichtiger Aspekt, denn die Sicherheitsschwachstellen von RDA-Lösungen machen diese ebenfalls unhaltbar. Bei RDA-Tools müssen die Roboter zusammen mit menschlichen Kollegen arbeiten, um Login- und Systembenutzerdaten gemeinsam zu nutzen. Und da es wahrscheinlich gegen die Unternehmensrichtlinien verstößt, wenn zwei Mitarbeiter ihre Anmeldeinformationen gemeinsam nutzen, ist es nicht ratsam, unnötige Sicherheits-, Compliance- und Betrugsrisiken einzugehen, wenn man Nachhaltigkeit erreichen möchte.

Der vielleicht am häufigsten übersehene Schlüssel zur nachhaltigen Automatisierung ist allerdings wohl die Demokratisierung der Technologie. Angesichts zunehmend größer werdender IT-Kompetenzlücken ist die benutzerfreundliche künstliche Intelligenz (KI) ein Muss für jedes Unternehmen, das in diesem neuen digitalisierten Geschäftsumfeld Wachstumsziele erreichen will.

Die Kompetenz, KI-Technologien der Wahl in Prozessabläufe zu implementieren, liegt in den Händen von Führungskräften. Die Aufgabe der Steuerung der RPA-Plattform und der verbundenen Technologien liegt jedoch bei der IT. Wenn Führungskräfte in Ihrem Unternehmen Zugriff auf RPA-fähige KI haben, können Sie echte operative Agilität und digitale Transformation erreichen.

Bevor Sie einen RPA-Kauf tätigen bzw. wenn Sie bereits an die Grenzen der Nachhaltigkeit gestoßen sind und umorganisieren müssen, stellen Sie sicher, dass Sie die Vorteile und Grenzen der Ihnen zur Verfügung stehenden RPA-Optionen verstehen.

Wenn Sie nur einen Prozess automatisieren möchten, der nur sehr wenige Variablen oder Ausnahmen hat und nur mit einem System interagiert, das nicht oft aktualisiert wird, ist Enterprise RPA möglicherweise nicht das Richtige für Sie.

Auch wenn Sie ein IT-Team mit erheblichen Stillstandzeiten haben, das für detaillierte Codierungsprojekte zur Verfügung steht, ist Enterprise RPA unter Umständen nicht die beste Wahl für Sie.

Wenn Ihr Unternehmen allerdings auf Technologien beruht, die kontinuierlichen Änderungen und Aktualisierungen unterliegen, stehen Ihnen zahlreiche Möglichkeiten der Automatisierung zur Verfügung. Dann benötigen Sie Führungskräfte, die die Zügel in die Hand nehmen und RPA erfolgreich implementieren, während Ihr IT-Team die Wertschöpfung durch seine bereits überfüllte Pipeline steigert – eine Grundlage aus intelligenter und skalierbarer RPA der Enterprise-Klasse ist die beste Wahl, um das Wachstum Ihres Unternehmens zu sichern.