Ein führender Trend des Jahres 2020 zeigt sich in dem Streben nach starken, integrierten Teams anstelle einzelner Leistungsträger. Doch wie werden aus den Superstars von heute die flexiblen Teamplayer von morgen?

Zunächst einmal ist die Umstellung auf ein Teamarbeitsmodell geschäftlich motiviert. Es ist klar, dass die Effizienz zunehmen und sich in einigen Fällen sogar verdoppeln wird. Doch das ist längst nicht alles. Da sich der Markt in Richtung kleinerer, projektorientierter Aufträge bewegt, ist es von entscheidender Bedeutung, über leistungsfähige Teams zu verfügen, die – bedarfsgerecht – an einzelnen Projekten arbeiten können. Diese Teams lassen sich nach Bedarf für bestimmte Projekte zusammenstellen und anschließend wieder auflösen, oder sie bleiben als feste Einheit im Unternehmen bestehen.

 

Vom Löffel bis zum Schweizer Armeemesser

Eines sollte von Anfang an klar sein: Wenn wir von Teams sprechen, dann nicht länger von Teams, die aus Individuen mit den gleichen Fähigkeiten bestehen. Das ist Vergangenheit.

Angenommen ein Kunde spricht sie wegen eines Projekts an. Anstatt auf Ihre Superperformer zurückzugreifen und diese anzuweisen, das Projekt so durchzuführen, wie sie es bereits so oft in der Vergangenheit getan haben – mit den gleichen Methoden und auf die gleiche Weise –, machen Sie etwas anderes. Sie lassen Ihre Beziehungen spielen und bringen in einem Team nicht nur einen Full-Stack-Entwickler, einen Sicherheitsexperten und einen Analyse- oder Automatisierungsprofi zusammen, sondern auch einen Customer-Experience- und einen Marketing- und Kommunikationsexperten – und das macht einen sehr großen Unterschied. Jetzt können Sie nicht nur sicher sein, dass Sie das gewünschte Ergebnis erhalten, sondern auch, dass der Kunde dieses nutzen und verstehen kann.

In eher technisch ausgerichteten Projekten geht häufig der Blick für das Problem verloren, das eigentlich gelöst werden sollte. Genau hier kommen agile Teams ins Spiel, um alles wieder auf Spur zu bringen. Starke, vielfältige Teams haben für jede Aufgabe das passende Werkzeug. Die Organisationsgenies halten alle zusammen und alles im Zeitplan, die analytischen Köpfe sorgen dafür, dass die Arbeit läuft, und die sozialen, kommunikativen Mitglieder kümmern sich um die Außenbeziehungen.

Angesichts dieser vielseitigen Kompetenzen gibt es für jeden die richtige Arbeit, und es sind nicht mehr nur die Leistungsträger, die den Hauptteil der Arbeit übernehmen. Wir beziehen nicht nur erfahrene Fachleute und Top-Performer ein, denn diese sind selten und teuer. Alle Teammitglieder profitieren von enormen Lernmöglichkeiten und der Gelegenheit zu wachsen.

Das Zusammenbringen verschiedener Arten von Experten fördert die berufliche Entwicklung, regt zu kontinuierlichem Lernen an und kommt Arbeitgebern wie Arbeitnehmern zugute.