Der berühmte Ausspruch von Eric Schmidt, dem ehemaligen Vorsitzenden von Google, lautet: „Identität wird in Zukunft das wertvollste Gut der Bürger sein. Und sie wird in erster Linie im Netz existieren“.

Lassen Sie uns jetzt vor diesem Hintergrund einen Blick auf Norwegen werfen.

Norwegen ist derzeit der unbestrittene Weltmarktführer in der digitalen Wirtschaft. Die Akzeptanz von E-Government liegt bei 90 Prozent, E-Banking wird von 91 Prozent der Bevölkerung genutzt. Damit hat Norwegen seine Führungsposition auf der weltweiten Rangliste der digitalen Infrastruktur gefestigt.

Also, wie ist es an die Spitze gekommen? Hauptsächlich durch die Einführung der weltweit führenden Lösung für elektronische Ausweise und elektronische Unterschriften – der norwegischen BankID.

In einem Land mit 5,3 Millionen Einwohnern nutzen bereits 4,1 Millionen Menschen diese elektronische Form der Authentifizierung. 97 Prozent der Menschen im Alter zwischen 20 und 54 Jahren sind aktive Nutzer. 96 Prozent dieser Anwender sagen: „Es ist sicher, geschützt und einfach zu bedienen, und es macht mein Leben einfacher“. Bereits 13-Jährige haben die Möglichkeit die BankID zu beantragen.

Die im Jahr 2004 eingeführte norwegische BankID ist eine multifunktionale eID- und eSignaturlösung, die auf einer einzigen, gemeinsamen Infrastruktur basiert. Sämtliche Banken in Norwegen arbeiteten am BankID-Projekt zusammen und bieten es allen Bürgern völlig kostenlos an.

 

„Zwei Jahre nach der Implementierung der BankID stiegen die Online-Verkäufe, die eine Unterschrift des Kunden erfordern, um 500 Prozent. Mehr als 70 Prozent der Verkäufe erfolgen außerhalb der regulären Öffnungszeiten der Bank.“

Erlend Sundvor, EVP Payments, Eika

 

In Norwegen gibt es mehrere Anbieter von elektronischen IDs, daher gibt es eine gesunde Vielfalt auf dem Markt, dennoch sind sie nicht alle gleich. Die BankID der Firma Vipps beispielsweise, ist eine der IDs mit dem höchsten Sicherheitsgrad – dem eIDAS Sicherheitslevel, das Bürgern unter anderem den Zugriff auf ihre Krankenakten oder eine Onlinevisite beim Arzt ermöglicht. Im öffentlichen und privaten Sektor stehen mehr als 6000 Online-Dienste zur Verfügung, die allein im Jahr 2018 über 750 Millionen Transaktionen verzeichneten.

 

„Ohne BankID könnten wir die Bank genauso gut schließen.“

Geschäftsleiter, Sparebank 1 Alliance

 

Ein wichtiger Hinweis: Lassen Sie sich nicht vom Namen täuschen. Obwohl es BankID heißt, wird es als gültige Form der Identifikation in allen norwegischen Regierungsbehörden, Banken und öffentlichen Gesundheitseinrichtungen akzeptiert. Banken gelten als sehr vertrauenswürdige Institutionen, so dass es als ausreichend sicher gilt, die eigene Identität bei der Bank als Kunde zu speichern. Nicht nur das, darüber hinaus wird die BankID von der Mehrheit der großen privaten Unternehmen akzeptiert – wenn Sie ein neues Telefon (und einen neuen Vertrag dazu) wünschen, gehen Sie nicht in den Laden und unterzeichnen Verträge. Sie suchen es sich aus, unterzeichnen und lassen sich online verifizieren.

Die Idee ist unglaublich einfach. In der physischen Welt können Sie Ihren Personalausweis, Reisepass, Führerschein oder Ihre Bankkarte zur Überprüfung Ihrer Identität verwenden. In der physischen Welt verwenden Sie einen Kugelschreiber, um einen Vertrag abzuschließen. In der digitalen Welt verwenden Sie BankID. Für die Identitätsprüfung, zum Unterschreiben von Dokumenten, zum Überprüfen Ihrer Daten … für alles, wofür Sie früher Ihren Personalausweis benötigten.

 

„BankID gilt als grundlegende Bankinfrastruktur und ist eine absolute Notwendigkeit für unseren täglichen Betrieb.”

Øyvind W. Brekke, EVP Head of Digital Innovation, DNB

 

Und die Visionen für die Zukunft sind noch ehrgeiziger. In absehbarer Zeit will Vipps Norwegen zur allerersten papierlosen, passwortlosen Gesellschaft der Welt machen.