Unfälle und andere Gesundheitsgefahren durch den Arbeitsplatz zählen zu den größten Risiken in Betrieben vieler Branchen. Die Prävention ist deshalb einer der wichtigsten Punkte innerhalb vieler Branchen, um Schaden von Mitarbeitern fernzuhalten und jede Form der sekundären Risiken abzuwenden. Jedes Jahr melden Unternehmen in Deutschland rund 900.000 Arbeitsunfälle. Dies entspricht rund 21 Unfällen pro 1000 Arbeiter. Noch immer enden viele dieser Unfälle mit tragischen Folgen. 430 Todesfälle gab es im Jahr 2018 als Folge von Arbeitsunfällen. Der Arbeitsschutz in Unternehmen arbeitet daran, jeden einzelnen dieser Fälle zu verhindern. Gefahren und mögliche Folgen für Mitarbeiter und Arbeitgeber müssen effektiv abgewendet werden. Technische Lösungen helfen dabei, Gefahren zu erfassen, Risikohäufung zu erkennen und letztlich: Unfälle zu verhindern.

 

Investitionen in Sicherheit lohnen sich

Jedes Risiko wird früher oder später einen Zwischenfall nach sich ziehen. Denn Risiken erzeugen zwangsläufig gefährliche Situationen. Manche davon enden glimpflich, andere leider nicht. Wenn Gefahren bestehen ist es leider nur eine Frage der Wahrscheinlichkeit, ob und wann jemand zu Schaden kommt. Die berühmte „Marine Safety Pyramid“ von ConocoPhilips gibt als Faustregel an, dass ein Prozent aller gefährlichen Verhaltensweisen zu knappen Situationen führt, in denen beinahe eine Verletzung aufgetreten wäre. Wiederum ein Prozent dieser Gefahrensituationen führt zu tatsächlichen Verletzungen in Unternehmen. Zehn Prozent dieser Verletzungen sind so verehrend, dass die Arbeitsausfälle verursachen. Eine von 300.000 Gefahrensituationen führt sogar zu einem tragischen Todesfall in Unternehmen.

Unfallpyramide

Es sind nicht nur körperliche Verletzungen von Mitarbeiten, die als Folge von schlechtem Risikomanagement auftreten können. Umweltverschmutzung, Schäden an Unternehmenseigentum Strafzahlungen an Behörden und Produktionsausfälle sind weitere mögliche Folgen. Dies zeigt, dass Gefahrenabwehr in Unternehmen einer der wichtigsten Punkte ist, denn sichere Arbeitsumgebung und die Vermeidung von körperlichen und materiellen Schäden hat höchste Priorität im Betriebsablauf. Deshalb hat jedes Unternehmen mit potenziell gefährlichen Arbeitsumgebungen sowohl Policies für sicheres Verhalten und Prozesse für den Fall, dass doch gefährliche Situationen auftreten. Bei der Gefahrenabwehr gibt es dagegen in sehr vielen Unternehmen viel Potenzial. Laut einer Berechnung der Justus-Liebig-Universität Gießen im Auftrag der „Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung“ (DGUV) haben Investitionen in den Arbeitsschutz einen hervorragenden Return of Investment. Jeder investierte Euro erspart in Deutschland 1,60 Euro an nachgelagerten Kosten durch Arbeitsausfälle und steigende Versicherungsbeiträge.

 

Herausforderungen für die IT

Typischerweise nutzen Unternehmen Prozesse, die bei Vorfällen greifen, dafür sorgt das so genannte Incident Management. Nach akuten Maßnahmen wie erster Hilfe oder dem Handling betroffener Maschinen folgt die Aufklärung. Wie wird ein geschehener Vorgang dokumentiert, analysiert und welche Maßnahmen werden ergriffen? Mit einer intelligenten Lösung, Daten von Vorfällen zu verarbeiten, können Unternehmen aktive Prävention betreiben und die Zahl an Vorfällen langfristig reduzieren.

Eine neue Lösung von DXC sorgt dafür, dass IT, Businessprozesse und HSE-Prozesse zusammenwachsen. Das bedeutet, dass Gefahrensituation in der Produktion gemessen und verarbeitet werden, um diese in der Zukunft zu vermeiden. Über den Servicenow Store können Kunden die HSE Management Suite beziehen, um diese unmittelbar im Unternehmen auszurollen. Damit erhalten Kunden mehrere essenzielle Elemente für effektives HSE-Management. Mit der Anwendung können Nutzer Vorfälle und Gefahren erfassen, melden und verfolgen. Direkt vom Ort des Geschehens, inklusive Fotos der Gefahr oder des Vorfalls. Das Fallmanagement sorgt für lückenlose Nachverfolgung von Beinahe-Unfällen, Gefahren und tatsächlichen Vorfällen.

Die HSE Management Suite bildet den gesamten Prozess rund um Sicherheitsrisiken ab. Sie sammelt Vorfälle, bietet die Möglichkeit, Untersuchungen und deren Ergebnisse zu dokumentieren und so den vollständigen Fall an einem Ort zu konsolidieren. Das betrifft auch den Ort des Unfalls und Details zu entstandenen Verletzungen. Prozessautomatisierung hilft den Verantwortlichen dabei, Sicherheitsstandards effektiv im Unternehmen einzubringen. Automatisierte Reports, Schulungsaufforderungen und Aufgabenerinnerungen sparen Verwaltungsaufwand und unterstützen dabei, dass Verantwortliche und Belegschaft sich aller Risiken und Abläufe bewusst sind.

Verletzung an einem Dummy aufzeigen

Ein Dashboard zeigt Mitarbeitern eine jeweils individuelle Ansicht mit nur den benötigten Daten. Beispielsweise Details zu spezifischen Risikomustern wie Bereichen mit erhöhtem Risiko. Damit Unternehmen die HSE Management Suite besonders schnell in den Livebetrieb übernehmen können, bietet DXC Best-Practice-Daten, die als Referenz übernommen werden können. Die Anwendung kann mit unterschiedlicher Infrastruktur zusammenarbeiten. Sei es ein ERP-System wie SAP oder andere Lösungen. Kunden können die Management Suite auch mit bestehenden Tools wie HR- oder IoT-Plattformen verbinden.

 

Business Benefits

Alle diese Features sorgen in Kombination für echte operative Vorteile für alle, die mit dem Arbeitsschutz betraut sind. Die IT sorgt für ein effektives Tool, das allen beteiligten Fachabteilungen hilft. Der Arbeitsschutz kann Fälle einfacher managen und Risikobereiche im Unternehmen erkennen und zukünftige Vorfälle verhindern. Davon profitieren Mitarbeiter und Unternehmer. Beispielsweise durch eine reduzierte Zahl an Vorfällen, mehr Sicherheit für die Mitarbeiter und daraus resultierend weniger Krankentagen. Das alles durch echte Messbarkeit von Gefahrensituationen und Vorfällen im Unternehmen.

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