Bereits 71 Prozent der Unternehmen haben erkannt, dass es für eine erfolgreiche Reise in die Digitale Welt einen konkreten Plan braucht, aber erst 56 Prozent verzeichnen bereits erste messbare Erfolge. Wie die aktuelle Erfolgsmessung digitaler Strategien zeigt, stellen sich die größten Erfolge in Kundenzufriedenheit (84 Prozent) ein. Umsatzsteigerung (81 Prozent) und verbesserte Qualität (79 Prozent) belegen den zweiten und dritten Platz. Demgegenüber bewerten die befragten Manager den Effekt der Digitalisierung auf Kostensenkung (67 Prozent) und den Aufbau von neuen Ökosystemen (52 Prozent) am schwächsten.

Diagramm Ziele Digitalisierung

Auffallend ist weiterhin, dass der Fokus auf Kostensenkung abnimmt, sobald die Unternehmen erste Erfolge erzielt haben. So belegen bei Firmen ohne Erfolg die Kostensenkungen mit einer Zustimmung von 77 Prozent den dritten Platz. Unternehmen mit Erfolgen verschieben ihren Fokus dagegen auf andere Gebiete, sodass Kostensenkungen auf den sechsten Platz zurückfallen. Das lässt vermuten, dass Firmen mit Agenda aber ohne messbare Erfolge zu Beginn ihrer Digitalisierung unrealistische Erwartungen an das Ausmaß der Kostensenkung setzen. Denn betreffend der Zukunftserwartungen, zeigt die Umfrage: Je weiter die digitale Transformation voranschreitet, desto (relativ) weniger wichtig wird die Kostensenkung – Produktivitätssteigerung und Mitarbeiterzufriedenheit rücken dann auf Platz drei und vier auf.

 

Wunsch und Wirklichkeit

Im Idealfall kann Erfolg als der Einklang von Wunsch und Wirklichkeit angesehen werden. Eine Gegenüberstellung verdeutlicht, dass die Digital-Pioniere mit den drei erreichten Top-Ergebnissen sehr zielgenau operieren: Es zeigt sich, dass die Bereiche Kundenzufriedenheit, Umsatzplus und Qualitätssteigerung sowohl bei den bisher erreichten Resultaten als auch bei den gewünschten Zukunftserfolgen oben auf der Liste stehen. Demgegenüber bleibt die Produktivitätssteigerung noch etwas hinter den angestrebten Zielen zurück. Die Auswertung zeigt, dass 82 Prozent der Manager ein digitales Produktivitätsplus für die Zukunft als sehr wichtig ansehen – allerdings sind bisher nur 77 Prozent mit ihrem Vorhaben erfolgreich.

 

Mensch und Maschine

Eine ähnlich zurückhaltende Entwicklung scheint die Digitalisierung auf die Mitarbeiterzufriedenheit zu haben. Obwohl ganze 81 Prozent ihre digitale Agenda gezielt auf positive Effekte für die Belegschaft ausrichten – davon knapp jeder Dritte mit oberster Priorität – sind nur 70 Prozent mit den erreichten Resultaten zufrieden und sogar nur jeder Fünfte hat bei der Mitarbeiterzufriedenheit sehr gute Ergebnisse erzielt. Der Mensch ist nun mal keine Maschine, die sich mal eben schnell updaten lässt, er ist vielmehr ein Gewohnheitstier, das nur ungern seine Gewohnheiten ändert. Solange der Mensch bremst, können auch die effizientesten technologischen Erneuerungen nicht ihr volles Potential entfalten. Hier müssen die Unternehmen ihre Bemühungen und Maßnahmen intensivieren, um ihren Mitarbeitern zunächst die Angst vor neuen Anwendungen und Arbeitsprozessen zu nehmen. Dies gelingt nur, indem sie ihr digitales Know-how schulen und ihnen jegliches Handwerkszeug zur Verfügung stellen, damit sie sich ohne Furcht auf Veränderungen einlassen und sich weiterentwickeln.

 

Das Digitale Potential einer vernetzten Welt entfesseln

Es sind viele Faktoren, die bei der erfolgreichen Digitalisierung eine Rolle spielen und die man nicht aus den Augen verlieren darf. Werfen Sie einen Blick auf Ihre Konkurrenten, um herauszufinden, wie weit diese die digitale Transformation bereits vorangetrieben haben. Lassen Sie sich von erfahrenen und kompetenten IT- und Digitalkonzernen beraten und finden Sie heraus, ob es für einige Ihrer Prozesse nicht schon existierende Plattformlösungen gibt. Sie können sich auch Anregungen in unseren digitalen Reiseberichten von bereits erfolgreichen Digitalisierungsprojekten holen – hier wurde beispielsweise ein Bankhaus fit für die Zukunft gemacht.

Seien Sie offen für Kooperationen mit Start-ups und schaffen Sie Rahmenbedingungen, um das innovative Kraftpotential in Ihrem Unternehmen bestmöglich zu entfesseln. Und vor allem: Vergessen Sie nicht, Ihre Abteilungsleiter und Mitarbeiter mit auf die digitale Reise zu nehmen und freunden Sie sich mit dem Gedanken an, Partner-Ökosysteme zu gründen oder sich einem anzuschließen – wenn Sie all die Möglichkeiten zu nutzen wissen und in agiler Weise Ihre Projekte vorantreiben, werden Sie gute Chancen haben, das große Potential einer digitalen Transformation Ihres Unternehmens erfolgreich realisieren zu können!