Auf die eine oder andere Weise betrifft es uns alle – als Kunden, Angestellte oder Manager! Die digitale Transformation ist allgegenwärtig und verändert schon heute die Art und Weise, wie wir morgen leben und arbeiten, dennoch ist sie für viele noch immer diffus und schwer greifbar. Doch langsam setzt sich die Erkenntnis der Unausweichlichkeit der Digitalisierung durch. Unsere neueste Umfrage zeigt, dass im Jahr 2018 bereits 86 Prozent der Manager in Deutschland, Österreich und der Schweiz davon überzeugt waren, dass sich die Wettbewerbslage der eigenen Branchen verändert hat – 2016 waren es noch 62 Prozent. Um herauszufinden, wie Firmen auf den technologischen Wandel reagieren und welchen Nutzen sie aus ihm ziehen, wurden in der DXC-Studie „Digitale Agenda – Ein Reisebericht für Deutschland, Österreich und Schweiz“ 600 Fach- und Führungskräfte befragt.

Um sich auf die neuen Gegebenheiten am Markt einzustellen, legten sich mittlerweile 71 Prozent der Befragten eine digitale Agenda zu – das ist ein Zuwachs von 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Hinzukommen elf Prozent, die sich zum Ziel gesetzt haben, innerhalb des nächsten Jahres eine Strategie für die „digitale Reise“ konkret zu beschließen.

Für digitale Pioniere steht es außer Frage, dass die Digitalisierung positive Impulse für das Geschäft bringen wird. Digitale Anfänger stehen der Herausforderung noch ein wenig verhalten gegenüber. Die ersten kleinen Erfolge stellen sich derweil aber schon ein: 56 Prozent der befragten Manager zeigen sich mit den Ergebnissen ihrer digitalen Projekte zufrieden und berichten von ersten messbaren Erfolgen.

 

Digitale Wettbewerber als Katalysator

Obwohl die Digitalisierung bei vielen digitalen Neulingen noch Unsicherheit hervorrufen mag, die Erfolge der Wettbewerber wirken dieser entgegen und sorgen dafür, dass man sich mit den gleichen Waffen wappnet. Dafür spricht, dass Firmen aus der eigenen Branche, die mit digitalen Transformationsprojekten erfolgreich sind, von knapp jedem zweiten Geschäftsführer (49 Prozent) als eine Bedrohung für das eigene Geschäftsmodell wahrgenommen werden.

Führt diese gefühlte Bedrohung nun dazu, dass der Blick klarer und wacher für das Verständnis der Besonderheiten der eignen Branche und die bestehende Marktpräsenz wird, so ist es durchaus als positiver Effekt zu werten, denn dieses Wissen ist für die erfolgreiche digitale Strategie eine unbedingte Notwendigkeit. Darin sind sich Firmen mit und ohne digitaler Agenda einig.

 

Schneller ans Ziel mit Digitalkonzernen

Es ist kaum verwunderlich, dass etablierte Digital-Konzerne, bei denen die Technologiekompetenz von der ersten Stunde an zur Firmen-DNA gehörte, ihr Geschäftsmodell von Amazon, Microsoft, Google & Co. nicht direkt bedroht sehen. So sehen es zumindest knapp 70 Prozent der Manager. Vielmehr ist das Gegenteil der Fall: 53 Prozent sind ausdrücklich überzeugt, dass sie selbst vom Know-how der Digitalexperten profitieren. So sieht es auch die Mehrheit der Entscheider in der DACH-Region. Der Großteil der Entscheider hat also erkannt, dass eine erfolgreiche Strategie darin bestehen wird, Elemente einer digitalen Plattform in Zukunft nicht mehr selbst zu bauen, sondern als Service zu beziehen.

So beinhalten die Amazon Web Services mittlerweile ein umfangreiches Angebot von Funktionen, mit denen IoT Geräte verwaltet, Daten analysiert und Methoden des Maschinenlernens angewandt werden können.

DXC Technology stellte seinen Kunden bereits 2018 mit der weltweiten Kooperation „DXC-AWS Intergrated Practice“ eine beschleunigte Cloud-Migration zu Verfügung, mit der sich – ähnlich wie mit Microsoft Azure – die IT unproblematisch und schnell flexibilisieren lässt. Mit dadurch erreichten Skalenvorteilen, Diensten wie pay-as-you-go und zusätzlichen digitalen Services schafft es zugleich eine Entwicklungsbasis für Geschäfts- und Prozessinnovationen.

 

Kooperationen mit Start-ups steigen

Innovative Start-ups bringen frischen Wind in die Branche. Mittlerweile erkennt jeder zweite Manager die Start-ups als digitale Impulsgeber – das spiegeln auch die Umfragewerte wider: 76 Prozent sehen in den Innovationsschmieden keine Bedrohung für das eigene Geschäftsmodell. Ein bekanntes Beispiel aus der Industrie bestätigt diese Entwicklung: die erfolgreiche Start-up-Kooperation des Dresdner Start-up Contractus mit DXC. Gemeinsam entwickelten beide Betriebe ein sicheres dezentrales I-4.0-Netzwerk, das auf Blockchain Technologie basiert und künftig die rechtssichere Interaktion zwischen vernetzten Partnern (Smart Contracts) ermöglicht. Mit diesem Netzwerk werden Vertragsabschlüsse automatisiert und deren Erfüllungsgrad dokumentiert, ebenso kann es als Plattform vernetzter Produktion dienen.

Diagramm, Digitalisierung hat Markt verändert, Bedrohung durch Start-ups und Digital-Prioniere 

Mit den eintretenden Veränderungen eröffnen sich den Unternehmen schließlich zahlreiche neue Chancen. Vernetzen Sie sich also und suchen Sie Kontakt zu innovativen Start-ups, gemeinsam können Sie ihre digitale Transformation beschleunigen, sodass Sie schon bald mit zu den Digital-Pionieren gehören.

Im zweiten Teil des Artikels „Digitalisierung“ aus der Reihe „Digitale Agenda – Ein digitaler Reisebericht für Deutschland, Österreich und Schweiz“ erfahren Sie mehr über die Strategien, die Wünsche und wie ihre Umsetzung in der Wirklichkeit aussieht.