Ganz oder gar nicht.

So lautet die zentrale Botschaft, wenn es um den digitalen Wandel im Jahr 2019 geht. Wenn Sie bisher eine hybride, traditionell-digitale Strategie verfolgt haben, wo alles „ein bisschen“ digital ist, wird es Zeit, dass Sie Ihren Prius gegen einen Tesla eintauschen.

Pilotprojekte und kleine Gewinne sind nett, aber für Unternehmen ist es an der Zeit, einen Gang höher zu schalten, um Produktivität und Wachstum zu steigern, Geschäftsergebnisse zu verbessern, neue Märkte und Kundenerlebnisse zu erschließen und eingesparte Mittel in die weitere Digitalisierung zu investieren.

IT-Leiter sollten intern konkurrierende Unternehmenseinheiten zusammenbringen, um eine gemeinsame IT-/Geschäftsstrategie für die digitale Transformation zu entwickeln. Dabei ist es wichtig, alle Akteure einzubinden, um eine einheitliche, klar definierte digitale Strategie durch fachliche Kompetenz, entsprechende finanzielle Mittel und die besondere Aufmerksamkeit der Geschäftsführung zu unterstützen.

Setzen Sie sich ehrgeizige und kühne strategische Ziele. Wenn Sie nach den Sternen greifen, wird der digitale Trend im gesamten Unternehmen für Begeisterung sorgen, jegliche Bedenken der Skeptiker zerstreuen und die besten Köpfe im Unternehmen anziehen. Damit schaffen Sie die Voraussetzungen für ein nichtlineares Wachstum Ihres Unternehmens.
Führende Unternehmen, die massiv auf den digitalen Wandel setzen, müssen sich auch mit den anderen digitalen Trends auseinandersetzen, die die Transformationsaktivitäten im Jahr 2019 vorantreiben werden.

 

Daten, Daten und noch mehr Daten

Letztendlich kommt es bei der digitalen Transformation auf Daten an:

 

Woher kommen sie, wohin gehen sie und wie werden sie verarbeitet? Wie können Sie daraus geschäftlich verwertbare Erkenntnisse gewinnen und welche grundlegenden Veränderungen ergeben sich daraus für den Betrieb Ihres Unternehmens?

 

Die meisten Unternehmen schwimmen bereits in einer Flut von Daten, die sie kaum erfassen und verstehen, geschweige denn sinnvoll verwerten können. Noch dazu droht angesichts der explosionsartigen Zunahme von neuen Daten durch intelligente IoT-Geräte (Internet of Things) die Überforderung vorhandener Systeme.

2019 werden sich Unternehmen der Herausforderung einer Entwicklung neuer Plattformen stellen, die branchenspezifische Daten sammeln, zusammenfassen und analysieren können. Ein gewaltiges Unterfangen, dessen Vorteile jedoch nicht zu unterschätzen sind. Durch die Anwendung von maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz auf große Datensätze können Unternehmen bisher unbekannte Zusammenhänge zwischen den Daten identifizieren und so neue Erkenntnisse gewinnen. Die Automatisierung spielt eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, schnell auf diese Erkenntnisse zu reagieren, um ihren Vorteil umfassend zu nutzen.

Unternehmen werden Daten auch in ganz neuem Licht betrachten. Einige Daten sind zeitkritisch und müssen an der Quelle verarbeitet werden, egal, ob es sich dabei um einen Kunden, ein Fahrzeug, einen Flughafen, ein Hotel oder eine Offshore-Ölplattform handelt. Unternehmen sollten die Verlagerung einer ausreichenden Verarbeitungsleistung für Datenanalysen an die Peripherie gewährleisten, um dem zeitbedingten Wertverlust von Daten entgegenwirken zu können.

 

Weitere Auswirkungen

Tatsächlich bedeutet ein schnellerer Datenverfall in Verbindung mit einem höheren Datenvolumen und einer höheren Datengeschwindigkeit, dass Unternehmen exponentiell schneller reagieren müssen, um den aus den Daten gewonnenen Wert zu maximieren. Die „Datenschwerkraft“ entwickelt sich zu einem vorrangigen Designprinzip für neue Multi-Latenz-Systeme. Die Datenschwerkraft zieht ähnliche Daten an einem Ort zusammen – und mit der zunehmenden Größe von Datendiagrammen bewegen sich auch Analysen in diese Richtung. In dem Maße, in dem diese Analysen intelligente Aktionen auslösen, werden weitere Daten und Akteure in die lokale Umlaufbahn gezogen.

Damit nähern wir uns der „Matrix“ – der allgegenwärtigen, intelligenten IT-Infrastruktur, die über die Cloud hinausreicht und die Analytik (und auch uns) immer näher an die Daten heranbringt. Der Trend zur Verlagerung von Daten, Anwendungen und Analytik an die Peripherie besitzt das Potenzial, das herkömmliche Cloud-Computing-Modell, bei dem die Kontrolle auf eine kleine Gruppe zentraler Akteure konzentriert ist, beträchtlich ins Wanken zu bringen. Neue, dezentrale, ereignisgesteuerte Anwendungen ließen sich in den Taschen der Kunden, an ihren Handgelenken oder auf ihren Schreibtischen ausführen. Diese Verlagerung der Kontrolle auf eine große Anzahl weit verteilter Personen könnte einschneidende Veränderungen mit sich bringen.

Eine weitere Folge der Verlagerung von Daten an die Peripherie ist das langsame Ende der Rechenzentren in Unternehmen. Im Jahr 2019 werden Workloads massiv von Rechenzentren in Unternehmen auf mandantenfähige Rechenzentren in der Public Cloud verlagert, um den Anforderungen des Edge Computing gerecht zu werden. Unternehmen werden Daten näher an deren Quelle verarbeiten, und Public Cloud-Anbieter verfügen über die nötige Bandbreite sowie über strategisch positionierte Rechenzentren, um dies zu ermöglichen.

Ein weiterer Faktor, den es 2019 zu berücksichtigen gilt, ist die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union sowie weitere Bestimmungen zum Schutz persönlicher Kundendaten. Unternehmen können diese Gelegenheit zur Überarbeitung ihrer eigenen digitalen Strategien nutzen, um so Vertrauen zu schaffen und noch wertvollere Kundenerfahrungen zu ermöglichen.

 

Fazit:

IT-Organisationen, die diese Entwicklungen berücksichtigen, können ihre Unternehmen 2019 in eine wirklich digitale Zukunft führen. Folgende Prinzipien gilt es dabei zu berücksichtigen: Groß denken, schnell lernen und zukunftsorientiert handeln.

Weitere Informationen zu den digitalen Trends 2019 finden Sie unter dxc.technology/2019.