Ob „volldigital“ für Banken und Finanzdienstleister zur Realität werden kann, hängt in weiten Teilen davon ab, wie fit sie in Sachen API-Management sind. Wir zeigen Ihnen, wie Sie erfolgreich transformieren.

Glauben Sie auch, dass die Öffnung der Banken für Drittanbieter allein eine Folge der Vorgaben der PSD2 ist? Wir nicht ! Zwar schreibt PSD2 u.a. vor, dass Banken anderen Anbietern Zugang zu Informationen von Zahlungskonten gewähren und Zahlungsdienstleistern die Initialisierung von elektronischen Zahlungen ermöglichen müssen. Dies allein wird der Sache jedoch nicht gerecht. PSD2 ist nicht der Grund für die Hinwendung der Finanz- und Bankenbranche zu Open Banking, sondern allenfalls der Beschleuniger einer ohnehin bereits begonnenen Entwicklung. Die Öffnung hätte auch ohne die Regulierungsvorgaben der Europäischen Kommission stattgefunden, zumal die Gesetzgeber und Regulierer in anderen Ländern – beispielsweise Australien oder Großbritannien – bereits früher weitaus strengere und umfangreichere Vorgaben gemacht haben, um diese Öffnung zu forcieren.

 

Der Schlüssel zum Open Banking

So kristallisiert sich schon länger heraus, dass die digitale Bank der Zukunft auf APIs basieren wird. Diese kommen für verschiedenste Applikationen und Kundeninteraktionen zum Einsatz. Außerdem sorgen APIs für die Anbindung von Partnern, mit deren Dienstleistungsangeboten die Finanzinstitute ihr eigenes Portfolio erweitern oder denen sie aufgrund von Regulierungsvorgaben Zugang zu bestimmten Daten gewähren müssen. Um im veränderten Bankenumfeld bestehen und den Kunden über Kooperationen mit Fintechs die gewünschten Dienstleistungen anbieten zu können, müssen traditionelle Finanzinstitute ihre Systeme für die digitale Zukunft fit machen. Das ist alles andere als ein einfaches Unterfangen. Schließlich bewegt man sich hierbei in einem Spannungsfeld zwischen gewachsenen internen Prozessen und Lösungen, der Einbindung von Drittanbietern und Dienstleistern, Customer-Experience- und Compliance-Erfordernissen sowie Budgetrestriktionen. Ohne das entsprechende Knowhow und Erfahrungen erleiden Digitalisierungs- und API-Projekte schnell Schiffbruch. Ein klarer Fokus in der Gestaltung von Plattformen und deren schrittweiser Entwicklung ist essentiell. DXC ist dazu in zahlreichen Kundenprojekten engagiert. In der intensiven Zusammenarbeit mit der Fondsdepot Bank, einer DXC Tochter, befinden wir uns ebenfalls in der Umsetzung eines internen Digitalisierungsvorhabens.

 

APIs als Automatisierungs-Basis

Auch ein bekannter deutscher Baufinanzierer wollte sein Dienstleistungsangebot einfacher und effizienter gestalten sowie sein Service-Portfolio noch besser auf die Bedürfnisse seiner Kunden ausrichten. Für die konkrete Umsetzung seiner Ziele holte er die Experten von DXC Technology ins Boot.

Die Spezialisten vereinfachten und automatisierten zunächst Unternehmensprozesse und beseitigten Medienbrüche. Die zuvor unverzichtbare Arbeit mit physischen Dokumenten wurde digitalisiert und Informationen wie die Kundenhistorie sind nun auf allen Prozessebenen verfügbar. Dank Künstlicher Intelligenz kann der neue digitale Assistent des Baufinanzierers auch Inhalte von gescannten oder hochgeladenen Dokumenten erkennen und die notwendigen Aktionen einleiten. Nicht zuletzt profitiert auch der Kunde von der neuen Plattform und einem verbesserten Dienstleistungserlebnis mit zeitgemäßem User Interface und State-of-the-Art-Kommunikations-Tools, die ihn nahtlos in die Prozesskette integrieren.

 

Wenn die Komplexität überhandnimmt

Für einen solchen, volldigitalisierten Ablauf ist das Zusammenspiel von APIs und Automatisierung essenziell. Denn diese sorgen nicht nur für die interne Konnektivität, sondern stellen eine Verbindung zum Kunden her und binden die Services von Dienstleistern ein, um beispielsweise eine effizientes Onboarding von Kunden zu ermöglichen und Medienbrüche zu vermeiden. Soll die Lösung schließlich noch verschiedene Anwendungsbereiche abdecken und Interaktionen mit Serviceangeboten von Partnern erlauben, wird es schnell unübersichtlich. Deswegen ist eine solche Lösung ohne effizientes API- und Partner-Management nicht möglich. Dabei sind die technologischen Aspekte nicht dominierend. Governance, Compliance und Organisational Change Management hingegen müssen von Anfang fester Bestandteil derartiger Initiativen sein.

Diese Komplexität stellt auch Fintechs regelmäßig vor große Herausforderungen, wenn deren i.d.R. volldigitale Geschäftsmodelle und -Prozesse geeignet in die Organisation traditioneller Banken eingebunden werden müssen. Sobald diese nämlich in die Prozess- und Systemlandschaft einer Bank integriert werden müssen, hat die Überschaubarkeit ohne eine klare Governance oft schnell ein Ende. In diesem Fall sind Erfahrungen und Knowhow gefragt. Wer dies inhouse nicht gewährleisten kann, ist gut damit beraten, auf die Hilfe von Extern zurückzugreifen. Bei der Wahl des richtigen Dienstleisters sollten Sie darauf Wert legen, dass dieser nicht nur die nötige API-Expertise mitbringt, sondern auch das nötige fachliche und technische Wissen der Finanzwelt.

Stehen Sie vor einem herausfordernden Digitalisierungsprojekt mit überbordender (API-)Komplexität? Informieren Sie sich noch heute, wie die Experten von DXC Sie dabei unterstützen können!