Künstliche Intelligenz ist zum Buzzword geworden. Ob Boulevard-Presse oder Politiker – alle haben bei diesem Thema etwas beizutragen. Manchmal kochen die Emotionen dabei ziemlich hoch – und zwar völlig unbegründet.

Viele prominente Technologie-Gurus betreiben Schwarzmalerei, wenn es um Künstliche Intelligenz (KI) geht. Dabei werden immer wieder gerne apokalyptische Szenarien heraufbeschworen, in denen böswillige Maschinen die Weltherrschaft an sich reißen. Einer Studie von Syzygy zufolge stehen 57 Prozent aller Deutschen der Künstlichen Intelligenz skeptisch gegenüber – 45 Prozent misstrauen der neuen Technologie und knapp 16 Prozent sehen die KI sogar als Bedrohung an.

Glücklicherweise gestaltet sich die KI-Realität völlig anders aus – und sie hat prominente Fürsprecher. „Ich weiß, dass es eine Reihe an Pessimisten gibt, die der KI und den Robotern sehr skeptisch gegenüberstehen, aber ich teile deren Ansichten nicht. Ich bin fest davon überzeugt, dass es keine ‚Robocalypse‘ geben wird, sondern dass die neuen Technologien der Menschheit helfen und unser Leben verbessern und vereinfachen werden“, zeigte sich beispielsweise Michael Dell vor kurzem im Rahmen einer Pressekonferenz überzeugt. Seiner Einschätzung nach wird sich die Künstliche Intelligenz – aller negativen Schlagzeilen zum Trotz – schneller ausbreiten, als allgemein angenommen.

 

„KI ist zur Alltagstechnologie geworden“

Das deckt sich mit der Einschätzung beim IT-Service-Spezialisten DXC: „KI ist schon in vielen Business-Bereichen zur Alltagstechnologie geworden. Die Vorurteile sind zwar teilweise menschlich nachvollziehbar – aber sachlich völlig unbegründet“, verdeutlicht Fatmir Kqiku, Robotics- und Intelligent-Automation-Experte bei DXC. So würde KI in den meisten Fällen ohnehin Arbeiten übernehmen, die keiner gerne machen möchte. Hierzu hat man bei DXC auch ein passendes Beispiel aus der Praxis zur Hand.

Bei einem mittelständischen Hersteller für Beleuchtungs-Produkte gehen pro Jahr rund 50.000 Angebots-Anfragen ein, die zusammen rund zweieinhalb bis drei Millionen Dokumente enthalten. Zumeist handelt es sich um komplette Baubeschreibungen, bei denen der größte Teil für das Angebot an Lichttechnik völlig irrelevant ist. Mit 80 Mitarbeitern wurden diese Dokumente auf relevante Inhalte hin durchforstet – ein alles andere als unerheblicher Personalaufwand. Heute werden die Dokumente automatisch von einer KI-basierten Software geprüft und sofort mit dem elektronischen Produktkatalog abgeglichen.

Statt lange zu suchen, müssen die Mitarbeiter nun nur noch entscheiden, ob das, was das System anbieten möchte, auch korrekt ist. Mithilfe des CRM-Systems werden dazu auch weitere Informationen über den Kunden ausgegeben, wie die ABC-Kategorie oder das bisherige Kaufverhalten. So können Verkäufer schnell entscheiden, ob Upselling-Optionen in Betracht kommen oder ob es beispielsweise passende Sonderaktionen gibt.

 

„Mit diesem System befreien wir den Vertrieb von lästigen und zeitaufwendigen Routine-Arbeiten. Das ermöglicht dem Verkäufer, sich auf das zu konzentrieren, was er am besten kann – nämlich die qualifizierte Mensch-zu-Mensch-Kommunikation“, so DXC-Experte Kqiku.

 

Künstliche Intelligenz transformiert den Vertrieb

Dieses Beispiel untermauert einen Trend, wenn es um KI-Lösungen geht: Es geht nicht mehr um die Automatisierung von Blue-Collar-Jobs, sondern um eine zunehmende Rationalisierung geistiger Arbeit.

Die Beratungsagentur McKinsey etwa geht davon aus, dass sich bis zum Jahr 2030 rund fünf Prozent der Kopfarbeiter nach einem neuen Job umsehen müssen. Laut der Untersuchung sind bei den White-Collar-Jobs vor allem die Arbeitsplätze von Buchhaltern und Controllern gefährdet: „Rund ein Fünftel der Beschäftigten im Finanz- und Rechnungswesen ist mit der Bearbeitung von Daten beschäftigt – mindestens 80 Prozent davon lässt sich schon heute problemlos automatisieren“.

Gerade im Vertrieb gewinnt die Künstliche Intelligenz immer weiter an Bedeutung: Bei Volkswagen übernimmt KI-Software wichtige Büroarbeiten – beispielsweise werden Algorithmen für die Bedarfsprognosen der fast 250 Fahrzeugmodelle in über 100 Märkten genutzt. Die Trefferquote beträgt dabei 90 Prozent – was weitaus mehr ist als die 60 Prozent, die die menschlichen Kollegen und Kolleginnen erreichen. Im Idealfall.

Doch KI betrifft nicht nur die Planungs- und Angebots-Bereiche, auch wenn es um das User Interface geht, geht der Trend zu KI. Salesforce stellte beispielsweise jüngst „Einstein Voice“ vor: Das System gibt dem Verkäufer ein allmorgendliches Briefing mit den Tages-To-Dos an die Hand. Erkenntnisse aus Meetings oder Telefonkonferenzen werden dem System vom Nutzer diktiert. Allerdings nicht nur, um daraus eine Audio-Datei zu erzeugen, sondern auch, um eine kontextbezogene Analyse anzustoßen. Auch die Terminkoordination übernimmt das Salesforce-System – darüber hinaus stellt es wichtige Informationen über Kunden bereit.

Sie wollen in Ihrem Unternehmen künftig auf Künstliche Intelligenz setzen – verfügen aber nicht über das nötige Knowhow? Der Technologie-Anbieter DXC ist Partner von Salesforce und weiteren, großen CRM-Anbietern und verfügt über jahrelange Erfahrung mit umfassenden KI-Projekten: „Wir begleiten den Kunden bei seinem KI-Projekt von der Problem-Identifikation über die Auswahl der geeigneten Tools, dem Entwickeln maßgeschneiderter Algorithmen bis hin zur Inbetriebnahme und dem Ergebnis-Commitment“, verspricht Fatmir Kqiku.