Manufacturing-Execution-Systeme sind durch die Digitalisierung gefragter denn je. Global handeln, zentral und in Echtzeit steuern – diesen Traum lassen sie Realität werden. Theoretisch. Wir sagen Ihnen wie es auch in der Praxis dazu kommt.

Früher war die Welt noch einfacher: Vor nicht einmal fünf Jahren beschrieb die renommierte Tageszeitung FAZ den Begriff „Manufacturing Execution System“ (MES) als eine prozessnahe Operationsebene eines vielschichtigen Fertigungsmanagementsystems. MES-Systeme seien an die Betriebsvorgänge angebunden und ermöglichten eine Fertigungskontrolle, selbstverständlich in real time. Auch in der Fachliteratur wurde der deutsche Begriff „Produktionsleitsystem“ synonym zu MES verwendet. Und ab hier wird es spannend, denn diese Definition zeigt, wie schnell sich Märkte und Prozesse zwischen Industrie 2.0 und Industrie 4.0 wandeln. Wandeln müssen. Experten mit Weitblick wissen längst, dass moderne MES-Systeme in der heutigen Zeit sehr viel mehr sind als das, was noch vor kurzem in den To-Do-Listen stand.

„In den seltensten Fällen geht es nur um ein einfaches, sauber definiertes Produktionsleitsystem“, weiß Jürgen Friedrich, Chefconsultant für den Bereich MES bei DXC Technology. „MES-Systeme haben sich im Zuge der Digitalisierung stark verändert. In einem Umfeld, in dem Unternehmen immer mehr global positioniert sind, stellen sich viele die Frage, ob klassische MES-Systeme noch die richtige Lösung sind. Mit diesen Kunden reden wir deshalb immer öfter über komplexe Manufacturing-Plattformen und über Industrial-Internet-of-Things-Lösungen.“

 

MES-Systeme aufsetzen wie ein Profi

Bei der schrittweisen Annährung an das Thema Manufacturing-Execution-Systeme empfiehlt der DXC-Profi Entscheidern aus der Wirtschaft zunächst, sich ausführlich mit der VDI-Norm 5600 zu beschäftigen. Diese beschreibt Motivation und Ziele des Einsatzes von MES, zeigt Potenziale auf und beleuchtet die Bedeutung dieser Systeme für sämtliche Unternehmensprozesse – von der Arbeitsvorbereitung über Produktion, QS/QM, Personalmanagement bis hin zum Controlling. „Letztlich geht es heute darum, die globale Produktionsanlageneffizienz mit MES-Systemen abzubilden, indem Daten aus allen produzierenden Werken weltweit an einem Ort zusammengezogen werden.“ Der Ruf nach offenen Plattformlösungen, so der DXC-Experte weiter, werde deshalb immer lauter: Hierbei geht es darum, Informationen aus unterschiedlichen Applikationen zu bündeln, um quasi in Echtzeit prozessoptimierend eingreifen zu können.

Sollten Sie sich nach der Lektüre der VDI-Richtlinie dazu entscheiden, Manufacturing-Execution-Systeme professionell aufzusetzen, sollten Sie sich dazu Mitstreiter suchen, die im Idealfall selbst Partnerschaften mit entsprechenden Experten pflegen. DXC beispielsweise verfügt über viele langjährige Partnerschaften mit global aufgestellten Unternehmen – die dabei häufig eine regionale Ausprägung mitbringen. Beispielhaft nennt Friedrich dafür iBASEt, ein kleines Unternehmen aus der US-amerikanischen Aerospace- und Defense-Industrie, mit dem DXC zunächst eine MES-Kooperation in Nordeuropa startete und nun auch die Erweiterung des Angebots nach Europa begleitet. Eine Partnerschaft besteht auch mit Forcam. Das Unternehmen entschied sich schon vor einiger Zeit für die Abkehr von der klassischen Manufacturing-Execution-Lösung, um sich zu einer Plattform für das Industrial Internet of Things zu entwickeln. „Mit Forcam machen wir globale Rollout-Projekte, die wir unter anderem aus Deutschland heraus steuern. Kunden dafür sind der klassische produzierende Mittelstand – bei Forcam vor allem der Bereich der Automobilzulieferer – aber auch OEMs wie Daimler, Audi und BMW“, gibt Friedrich preis.

Der Beratungsprofi kennt die besondere Herausforderung bei MES-Systemen: Der Anbietermarkt ist riesig, unzählige Varianten stehen in Konkurrenz zueinander. DXC wählt bei der Suche nach dem besten Produkt für den Kunden einen sehr pragmatischen Ansatz: „Eine Lösung für alles und jeden gibt es nicht. Letztlich ist entscheidend, in welchem Stadium der Kunde sich gerade befindet und wie das Umsetzungskonzept gestaltet werden kann. Gemeinsam analysieren wir den Ist-Zustand und richten dann die Wahl des passenden Partners, den wir mit ins Boot holen, darauf aus“, so Friedrich.

 

Wenn die Effizienz kein Ende kennt

Das Consulting-Paket von DXC enthält somit alles, was Unternehmen glücklich macht: Support bei der Auswahl des passenden Systems, aber auch die Implementierung der Business-Prozesse, also die Abbildung neuer Geschäftsprozesse, die ein modernes MES erfordert. Zu den DXC-Kernkompetenzen gehört deshalb etwas, durch das sich bei den Dienstleistern die Spreu vom Weizen trennt: Viele Unternehmen strotzen nur so vor IT-Fachwissen, DXC liefert darüber hinaus auch noch Industrie-Expertise und Prozess-Knowhow wie Friedrich verspricht: „Wir verstehen die Industrie, wir verstehen sämtliche Abläufe, wir wissen, wie eine Supply Chain funktioniert und wir können das Ganze auch auf der Prozessebene unterstützen. Am Ende beraten wir eben nicht nur systemtechnisch, sondern können mit dem Kunden auch über Lean-Management-Systeme und KVPs in der Produktion reden.“

Grundsätzlich gehe es in einer fairen Partnerschaft darum, dem Kunden bei der Optimierung der Produktionsprozesse zu helfen. Manufacturing-Execution-Systeme, so Friedrich, seien hierfür eines der wesentlichsten Elemente – allerdings nur, wenn das Unternehmen auch sinnvoll in dem System abgebildet werde. Kein leichtes Unterfangen bei der wachsenden, technologischen Komplexität: Künstliche Intelligenz, Machine Learning, Digital Twin, Predictive Analytics und mehr stürzen auf die Kunden und ihre Produktionen ein. Umso wichtiger ist es, einen Partner zu haben der Orientierung bietet.

DXC setzt dazu auf einen ganzheitlichen Ansatz: „smart connected manufacturing“. Darin steckt alles, was auch in einem Manufacturing-Execution-System eine Rolle spielt: Intelligente Lösungen, die gut implementiert und durchgängig vernetzt sind. „Nur dann kann ein Unternehmen einen echten Mehrwert in Form einer höheren ‚Overall Equipment Efficiency‘ aus dem Aufsetzen eines MES-Systems ziehen“, spricht Friedrich aus Erfahrung.

Vor fünf Jahren, als eingangs erwähnter FAZ-Redakteur über Manufacturing-Execution-Systeme schrieb, mögen solche Aussagen wie Buzzword-intensive Werbeversprechen geklungen haben. Heute sind sie Fakt.