Aktuelle Daten zeigen, dass der Einzelhandel nicht im Verschwinden begriffen ist, sondern sich vielmehr grundlegend neu erfindet. Die Geschäftsschließungen haben sich 2017 in der Tat im Vergleich zum Vorjahr vervierfacht. Die einsamen Parkplätze großer Einkaufszentren und Kaufhäuser liegen verlassen da. Viele große Namen waren in den letzten Jahren von einer Insolvenz betroffen, darunter Payless ShoeSource oder kürzlich auch Toys „R“ Us.

Und es gibt weitere positive Zeichen. Im zweiten Quartal 2017 berichtete Goldman Sachs, dass von 50 Einzelhandelsunternehmen 76 % die Konsensschätzungen zur Aktienrendite übertroffen haben und mehrheitlich ein Umsatzwachstum auf bestehender Verkaufsfläche sowie einen Anstieg des Kundenaufkommens verzeichnen konnten.

Dies geschieht zu einer Zeit, in der immer mehr interaktive Technologien Einzug in den Einzelhandel halten und nicht nur den Verbrauchern ein interaktiveres Erlebnis bieten, sondern auch den Händlern wichtiges Feedback liefern, mit dem sich das Warenangebot verbessern lässt.

Fortschrittliche Technologie für den Einzelhandel

Wie Dr. Michael Boykin und Daniel Munyan von DXC in dem Whitepaper „Optimizing the In-Store Retail Experience Using Geomatics“ erläutern, wird es Einzelhändlern durch fortschrittliche Technologien wie Geomatik, Gesichtssensoren, standortbasiertes Tracking und maschinelles Lernen ermöglicht, die gleichen Erkenntnisse über das Verhalten und die Vorlieben der Verbraucher zu gewinnen, wie sie Online-Händler bereits nutzen.

Die Geomatik, die Wissenschaft von der Analyse und Verwaltung von Geodaten, verschafft Einzelhändlern ein klareres, automatisch aktualisiertes Bild Ihres Verkaufsraums, um die Erfahrungen der Kunden genau darzustellen. Da das System standortbasierte Metriken im Geschäft erfasst, können Einzelhändler die Geomatik nutzen, um die Erfahrungen der Kunden vor Ort besser zu verstehen und zu verbessern. Mit einer regelrechten Werkzeugkiste aus Technologien wie Laser, LIDAR (Light Detection and Ranging), Bluetooth-fähigen Tags, 3D-Gesichtssensoren und vielem mehr können Einzelhändler Internetgewohnheiten mit Kaufdaten kombinieren, um die gleichen Einblicke zu erhalten, die Online-Händler aus Klicks und Käufen generieren.

Mit Sensoren ausgestattete Verkaufsregale sind eine viel versprechende Entwicklung. Über intelligente Regale, die den Warenbestand melden, erhalten Unternehmen Informationen dazu, welche Produkte wann und in welcher Menge gekauft werden. Millionen dieser Vorgänge finden in jeder Minute in den Regalen statt und bilden einen riesigen Fundus an potenziell wertvollen Daten.

Einzelhändler werden auch immer geschickter darin, Omni-Channel-Strategien einzusetzen, die das Internet- und Kaufverhalten der Verbraucher über Apps, Websites und In-Store-Aktionen miteinander verbinden, um eine nahtlose Interaktion zu ermöglichen, die sich dynamisch an die Bedürfnisse, Wünsche und Erwartungen der Kunden anpassen kann. Amazons öffentlichkeitswirksame Übernahme von Whole Foods im Jahr 2017 zeigt einmal mehr, welche Möglichkeiten der Online-Riese in der Verbindung von virtuellen und physischen Einkaufsmöglichkeiten sieht.

Amazon und viele andere Einzelhändler sind eindeutig der Ansicht, dass das richtige Produkt zum richtigen Zeitpunkt vor dem richtigen Kunden platziert werden muss, damit der stationäre Einzelhandel weiterhin eine wichtige Rolle auf dem Weg des Verbrauchers zum Kauf spielen kann.

Weitere Informationen dazu, wie der stationäre Einzelhandel von den Disruptoren der Branche lernt, finden Sie im DXC-Whitepaper „Optimizing the In-Store Retail Experience Using Geomatics“.