Die Herausforderungen der neuen Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union (EU-DSGVO) sind allgemein bekannt: Jede Organisation, die Kunden in der EU Waren oder Dienstleistungen anbietet, muss im Mai 2018 die neuen Datenschutzbestimmungen erfüllen – auch außerhalb der EU ansässige Unternehmen.

Der Countdown läuft. Bei Nichteinhaltung drohen empfindliche Bußgelder bis zu 20 Millionen Euro oder 4 Prozent des Jahresumsatzes, je nachdem, welcher Betrag höher ist. Doch trotz weitreichender neuer Bestimmungen ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um über die Compliance hinauszudenken. Führende Unternehmen haben die Chance, ihr Datenmanagement neu auszurichten und Datensilos und unverbundene Governance-Strukturen hinter sich zu lassen. Stellen Sie jetzt die Weichen für eine einheitliche Governance und erzielen Sie fundierte Einsichten auf der Basis von Business Analytics.

Die termingerechte Compliance ist eine sehr komplexe Aufgabe. Bis Mai 2018 wird es wohl nur wenigen Organisationen gelingen, die Vorgaben vollständig umzusetzen. Unzählige Fragen sind zu beantworten wie etwa: Welche personenbezogenen Daten sind relevant, wo sind sie gespeichert, warum werden sie aufbewahrt und was kann gelöscht werden?

Auch wenn die Umsetzung der EU-DSGVO machbar erscheint, kann sie für große, multinationale Konzerne mit mehreren Datenbanken, heterogenen Datenformaten und geografisch verteilten Speichersystemen zu einer gewaltigen Herausforderung werden.

Über die Compliance hinausdenken

Große Herausforderungen bieten aber auch große Chancen – warum also nicht die Pflichten für EU-DSGVO mit Business Analytics kombinieren? Der proaktive Ansatz zahlt sich aus, indem er unternehmensweite ergebnisorientierte Ergebnisse liefert.

So gesehen, ist die Compliance nach EU-DSGVO nur die erste Etappe einer weitaus spannenderen digitalen Reise, die geradewegs zu besseren Geschäftserfolgen führt. Die Vorteile können sich sehen lassen:

  • Bessere Geschäftsergebnisse: Wandeln Sie die Rolle der IT vom Problemlöser zum strategischen Business-Enabler.
  • Bessere Datenintegrität: Im Rahmen der EU-DSGVO-Compliance ist es notwendig, Kundendaten auf Antrag zu löschen oder zu berichtigen. Was aber, wenn Informationen zu einem Vorgang oder Ereignis auf mehrere Repositorys verteilt sind? Das Löschen der Daten an einem Ort kann den Systembetrieb an anderer Stelle empfindlich stören. Die Lösung liegt in der Konsolidierung der Daten.
  • Bessere Datennutzung: Sobald die Kundendaten für die EU-DSGVO-Compliance identifiziert und verarbeitet wurden, stehen sie für wertschöpfende Zwecke zur Verfügung: Analytics, Wissensmanagement, Kundenbindung durch Transparenz und Vertrauen, neue Strategien und vieles mehr.

Erste Schritte

Bevor Sie die gewonnenen Daten in analytische Informationen umsetzen können, müssen Sie das Thema Compliance aktiv angehen. Stellen Sie sich die folgenden drei Fragen:

  • Welche personenbezogenen Daten werden aufbewahrt?
  • Wo sind die Daten physisch und logisch gespeichert?
  • Warum werden die Daten gespeichert? Und was kann gelöscht werden?

Gehen Sie strukturiert vor. Warten Sie nicht, bis Ihre Kunden die Offenlegung von Daten verlangen, sondern handeln Sie proaktiv. Trennen Sie sich von unnötigen Daten, um die Compliance nach EU-DSGVO in Zukunft zu erleichtern. Wenn Sie glauben, die meisten Ihrer Daten seien unverzichtbar, lassen Sie diese Zahl auf sich wirken: Konservativ geschätzt sind bis zu 40 % aller Daten überflüssig.

Jetzt kommt es darauf an, schnell die ersten Schritte zu wagen. Der Stichtag für die EU-DSGVO-Compliance im Mai 2018 rückt immer näher und kann auch Ihr Unternehmen betreffen. Warten Sie nicht länger, und werden Sie jetzt aktiv.